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Food ’n‘ Love – Ich ess‘ dann mal normal

09/10/2015

FOOD'N'LOVE - Ich ess' dann mal normalDer heutige Post liegt mir sehr am Herzen, denn nie zuvor habe ich ein Buch gelesen, dem ich heftiger nickend hätte zustimmen können. Ich vermute, dass es einigen von euch da ähnlich geht. Höchste Zeit also, diesen Buchtipp mit euch zu teilen!

Absurde Diäten aus Frauenmagazinen sind ja irgendwie Schnee von gestern. Die Sebstgeißelung von heute kommt verkleidet als High Carb Low Fat, Clean Eating, Raw Till Four, Hardcore Veganismus oder Paleo daher und schlägt eher online (also auf Blogs, YouTube Channeln oder Instagram) zu.

Beide Phänomene haben jedoch gleichermaßen gemein, dass Menschen ein Ernährungskonzept mit bestimmten Regeln verfolgen und nicht mehr mit dem Bauch, sondern mit dem Kopf essen. Moritz Warntjen hat ein Buch geschrieben, das an die eigene Intuition appelliert. Es heisst Food ’n‘ Love – Ich ess‘ dann mal normal.

Das Schönheitsideal unserer Zeit lässt sich höchstwahrscheinlich am besten mit „schlank, sportlich, fit“ beschreiben und eine Frau, die eben diesem Schönheitsideal entspricht (mit dem wir kontinuierlich durch Medien und Diätindustrie konfrontiert werden), wiegt laut Moritz Warntjen 23% weniger als die Durchschnittsfrau. Lediglich 1% aller Frauen entsprechen dem aktuellen Schönheitsideal. Macht 99%, die nicht skinny genug sind #thestruggleisreal.

Wenn man liest, dass 81% aller 10-jährigen Mädchen schon mal eine Diät gemacht haben oder wenn man sich mal anschaut, wie schnell Online Communities wachsen, bei denen es sich um die oben bereits aufgezählten strikten Ernährungsformen handelt, kann einem Angst und Bange werden.

Und wenn man mal ein bisschen recherchiert und genauer hinschaut, stellt man immer wieder fest, dass diejenigen Instagramer oder YouTuber, die die strengsten Ernährungsregeln propagieren, nicht nur die größte Fanbase, sondern fast immer auch eine Vergangenheit mit Essstörung mitbringen.

Moritz Warntjens Grundmessage ist das totale Kontrastprogramm zu diesem ganzen Wahnsinn: Jeder Mensch ist einzigartig und es gibt keine allgemeingültigen Ernährungsregeln. Nur jeder einzelne ist für sich selbst in der Lage, zu spüren, was richtig ist. Ein Körper sorgt von Natur aus dafür, dass alle benötigten Nährstoffe aufgenommen werden und dass Ernährungsdefiziten vorgebeugt wird.

Die meisten Menschen misstrauen allerdings den Signalen ihres eigenen Körpers, wenn er augenscheinlich „ungesunde“ Nahrung einfordert. Komplimente aus dem Umfeld bei Gewichtsabnahme streicheln das Ego. Der eigene Selbstwert ist viel zu oft an das Aussehen gekoppelt. Dabei gibt es, so Moritz Warntjen, keine funktionierende Methode, mit der man das eigene natürliche Körpergewicht sowie die eigene Körperform dauerhaft verändern kann.

Food’n’Love schafft es, den ganzen Ernährungswahnsinn, mit dem wir Tag für Tag über alle möglichen Kanäle konfrontiert werden, mit folgender, geradezu banal anmutender Theorie über den Haufen zu werfen: Iss‘ wenn du Hunger hast und hör‘ auf, wenn Du satt bist. Iss‘ nur die Lebensmittel, auf die Du Appetit hast und gehe nur Sportarten nach, die Dir Freude machen. Bäm. That’s it.

Im Großen und Ganzen handhabe ich das so. Wenn ich Lust auf Erdbeerschnüre habe, dann esse ich keine 12 Bananen. Denn ich esse ja auch Spinat, wenn ich Lust auf Spinat habe. Meinen Bauch mit meinem Kopf kontrollieren zu wollen, macht keinen Sinn. Manchmal frühstücke ich einen grünen Smoothie und manchmal warme Zimtschnecken mit Zuckerguß. Und ich nehme seit Jahren weder zu, noch ab. Es könnte also ganz eventuell etwas dran sein an Moritz Warntjens Theorie.

Food ’n‘ Love ist ein verständlich geschriebenes Arbeitsbuch, das auch Fragen stellt und zum Nachdenken anregt. Ich würde am liebsten jeden zwingen, dieses Buch zu lesen. Das dürfte einem kräftigen Schütteln gleichkommen. Vielleicht würde es ja dazu führen, dass der eine oder die andere aufwacht und wieder anfängt, „normal“ zu essen oder im ersten Step vielleicht einfach mal die ganzen essgestörten Ladies auf Instagram entfolgt und sich nicht länger scheisse fühlt bei Appetit auf Pommes oder Schokolade.

Ihr merkt schon, nie war es mir ernster mit einer Buchempfehlung. Also: Unbedingt lesen!

Und dann guten Appetit!

Jenny

Edit: Schaut mal, hier hab‘ ich Moritz zwei Monate später auch nochmal interviewt!

Außerdem gibt es mittlerweile auch ein kostenloses Food ’n‘ Love eBook!

Ich habe das Buch selbst gekauft. Ich schreibe nur über Dinge, die mich überzeugt haben – ganz unabhängig davon, ob ich sie selbst gekauft habe oder ob sie mir kostenfrei zur Verfügung gestellt wurden. Was mich nicht überzeugt, taucht nirgendwo auf.

4 Kommentare

Kommentar von Tina am 09/10/2015 bei 20:19   

Amen.

Kommentar von I LOVE SPA am 09/10/2015 bei 23:49   

:)

Kommentar von daniela am 10/10/2015 bei 20:12   

Word! Sämtliche Zitate aus dem Buch sprechen mir aus der Seele. Es ist halt leider wie in so vielen Bereichen unseres Lebens, wir lassen uns viel zu sehr von anderen sagen, was wir zu tun haben, was gut/schlecht für uns ist, was wir "brauchen", etc. Und viele haben auch einfach schon verlernt, auf den eigenen Körper zu hören. Ich finde das immer sehr, sehr traurig, wenn ich schon so junge Mädchen so in Selbstzweifel bzgl. ihres Körpers sehe...

Kommentar von I LOVE SPA am 10/10/2015 bei 20:41   

Absolut! Ich find' Instagram diesbezüglich ganz besonders heftig. Poste ich ein Bild von einem Saft oder einem Smoothie, hab' ich auf einen Schlag 10 neue Follower. Und wenn ich dann mal ein paar Tage später ein Bild von Pfannkuchen, Waffeln oder Pommes poste, sind es wieder 8 weniger. Kranke Welt ;(

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