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Der Weg zum eigenen Öl #letsgetoily

14/09/2015

Eigenes Massage Öl Private LabelIch habe schon in vielen Spas Öl verteilt und bin in noch mehr Spas eingeölt worden. Mein Fazit: Je kleiner und je inhabergeführter der Laden, desto hochwertiger das Öl. Und je größer das Spa, desto mieser das Basisöl. In den vollen Genuß des Basisöls kommt ihr in der Regel, wenn ihr eine Schwedische Massage bucht. Aber auch bei anderen Treatments bildet es (wer hätte das gedacht) meistens die Basis.

Ich will mit diesem Post jetzt aber keineswegs rumbashen oder darauf rumreiten, dass vielerorts einfach mit viel zu miesem Basisöl gearbeitet wird. Fakt ist dennoch, dass ich ein Öl, mit dem ich massiert werde und das nicht explizit einer bestimmten Produktlinie angehört (wie zum Beispiel ila Spa, Spa Manufactur, REN Skincare oder whatever) nach dem Treatment ganz bewusst abdusche.

Auch mit Aromaölmassagen bin ich meistens nicht richtig happy. Sowohl als Behandler, als auch als Gast. Vanille und Kokos lasse ich (wenn ich selbst behandle) bereits vor Treatmentbeginn verschwinden, weil es mir selbst Übelkeit bereitet. Wenn ich irgendwo eingeladen bin und mit Avocado- oder Kokosöl der Ligne St Barth eingeölt werde, ist mir auch am Abend noch schlecht. Süße, klebrige und penetrante Düfte sind einfach nicht so mein Ding.

Also dachte ich mir irgendwann: Es kann doch eigentlich nicht so schwer sein, ein unisex Basisöl mit ordentlichen Inhaltsstoffen anzubieten, das einen nicht in’s Aromakoma befördert. Und so entstand in meinem Kopf die Idee von 2 Basisölen aus hochwertigem Bio-Mandelöl, die sich so umwerfend auf der Haut anfühlen und so wohlig duften, dass man das Öl nach der Behandlung auch gerne auf der Haut mit nachhause nimmt.

Meiner Meinung nach macht es Sinn, einen Gast nicht vor die „Lavendel oder Rose? Kamille oder Ylang Ylang? Mandarine? Lemongrass? Pfefferminze?“-Wahl zu stellen. Je mehr Düfte, desto verwirrter der Gast. Warum also nicht einfach auswählen lassen zwischen „Relaxing“ und „Refreshing“? In meinem Kopf macht es Sinn, ein Öl anbieten zu können, das eher die Entspannung fördert und eines, das eher anregend wirkt. Mindestens genauso wichtig ist mir dabei aber ein sehr zurückhaltender Duft. Also entschied ich mich für einen Mix aus Lavendel und Sandelholz für die entspannende Variante und wählte Rosmarin und Minze für die belebende Option.

Das passierte alles ungefähr vor einem Jahr. Aber wie findet man den richtigen Partner, mit dem man so eine Idee auch umsetzen kann? Ich war mit vielen unterschiedlichen Firmen im Gespräch. Die einen kamen nicht in Frage, weil sie Konservierungsstoffe mit in’s Öl packen, die anderen hatten keine Kapazitäten. Tricky. Aber als ich dann vor ein paar Monaten zusammen mit Tanja von Spaness in Österreich war und ihr von dieser Idee, die sich ja nach wie vor in meinem Kopf befand, erzählte, schaute sie mich nur ungläubig an und fragte: Und warum fragst Du nicht einfach Katja?

Berechtigte Frage. Vielleicht, weil man manchmal einfach den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht? Katja ist nämlich nicht nur Head of WellSpa Portal, sondern auch die Frau hinter Wellness Manufaktur ISM-Kosmetik. Und ich mag Katja voll gerne.

Daher ging dann alles auch sehr schnell. Ich erzählte ihr von meiner Idee und sie sagte: „Ja klar, kein Ding. Möchtest Du ein Siegel?“ Ich hab‘ kurz darüber nachgedacht und mich dagegen entschieden. Siegel sind teuer. Ich müsste das letztenendes auf den Verkaufspreis aufschlagen. Also nein, lieber kein Siegel. Aber ein sauberes, umwerfendes Öl.

Katja warnte mich ganz losgelöst von der Siegelfrage bereits im Vorfeld davor, nur Bio-Mandelöl als Basis zu benutzen. Das sei nicht gut für die Spreitfähigkeit. Es würde Sinn machen, noch ein anderes Öl mit dazuzunehmen. Also googelte ich erstmal „Spreitfähigkeit“, wollte aber nicht hören und blieb trotzdem bei 100% Bio-Mandelöl.

Nur kurz darauf erreichte mich ein Päckchen mit 8 Ölmustern. 4 Fläschen Rosmarin/Minze und 4 Fläschen Lavendel/Sandelholz. Jeweils von „ganz soft im Duft“ bis hin zu „immer noch sehr zurückhaltend“. Nach ausgiebigem Schnuppern kam ich zu dem Schluss, dass ich den jeweils stärksten Duft (der verglichen mit anderen Aromageschichten immer noch sehr zurückhaltend ist) am liebsten mag.

Dann fing‘ ich an, das Öl zu benutzen. Ein sauberes Öl ist ja vielseitig einsetzbar. Ich hab‘ es mir in die Haare geschmiert, damit gebadet, Body Scrubs damit angerührt und natürlich auch massiert. Und Katja hatte recht. Die Spreitfähigkeit ist nicht optimal. Die Griffigkeit hat mich demzufolge nicht wirklich überzeugt. Aber es fühlt sich ganz schön umwerfend an auf der Haut. Tollstes Pflegegefühl und so.

Nun muss ich mich also verbindlich für 2 Düfte entscheiden und die Zusammensetzung muss dahingehend verändert werden, als dass ich mit dem Grip beim Massieren auch zu 100% happy bin. Ich werde euch Step by Step hier berichten, wie es weitergeht, denn ich kann mir gut vorstellen, dass sowas auch für einige von euch interessant ist. Mit Katja zusammen kann man nämlich auch eigene Sachen in sehr kleiner Stückzahl produzieren.

Die Klebeetiketten, die ihr oben auf dem Foto seht, haben den Praxistest by the way nicht bestanden. Die Alternative sieht allerdings noch besser aus. Mehr dazu dann aber im nächsten Post.

Falls ihr Fragen zum Thema „Private Label“ habt, hinterlasst sie gerne in den Kommentaren. Katja und ich werden sie dann beantworten.

#letsgetoily

Jenny

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4 Kommentare

Kommentar von Mone am 14/09/2015 bei 09:50   

Sehr spannend! inhaltlich natürlich, aber auch "unternehmerisch". was kann man aus so einem Blog und dem Kontext dahinter machen? find ich sehr inspirierend (bin in einem ganz anderen ThemenFeld unterwegs :) ) und zu guter Letzt, hast du nicht Empfehlungen für Spas zwischen Frankfurt und Karlsruhe irgendwo? :))

Kommentar von I LOVE SPA am 14/09/2015 bei 09:55   

Hey Mone :) Lieben Dank! Leider gibt es noch keine Empfehlungen zwischen Frankfurt und Karlsruhe. Am nächsten dran dürfte das Lindner Binshof in Rheinland Pfalz sein. Das findest Du über die Suchfunktion. Da nach wie vor viele Spas den Mehrwert eines Blogposts nicht sehen, gestaltet sich die Umsetzung außerhalb von Berlin, Hamburg und München noch immer schwierig.

Kommentar von Karin | Kosmetik natürlich am 19/09/2015 bei 15:34   

Sehr spannend! Was kommt neben Mandel noch zur Basis dazu? Ein Hauch Squalan? Traubenkern? Ich liebe Lavendel, doch inzwischen suche ich gezielt nach Entspannungsprodukten ohne. Überall lavendelt es. Obwohl natürlich eine ausgewogene Duftkompisition den Lavendel weniger lavendelig macht. Ich freu mich schon auf die Updates!

Kommentar von I LOVE SPA am 19/09/2015 bei 22:20   

Die genaue Zusammensetzung ist noch unklar. Ich muss da rumprobieren, was sich am besten anfühlt :) Und Lavendel wird bei Aromaölmassagen, die ich selbst gebe neben Lemongrass am häufigsten ausgewählt. Daher hoffe ich einfach mal, dass das passt :)

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