Können wir bitte endlich wieder anfangen, normal zu essen? #starteating

Mehr normale Mahlzeiten auf den Social Media Kanälen mit dem Hashtag starteatingDer I LOVE SPA Instagram Account ist eine ziemlich zähe Angelegenheit. Poste ich ein Bild mit Hashtags wie #vegan oder #clean, habe ich 10 Follower mehr. Und wenn ich dann ein paar Tage später ein Bild von „ungesundem“ Essen poste, sind es wieder 8 weniger. Dass der Facebook Post mit dem Pommes-Bild vergangenen Monat so eine überirdische Reichweite hingelegt hat, hat mich ziemlich nachdenklich gemacht. Denn das würde ja bedeuten, dass sehr viele von euch diese auf den Social Media Kanälen und Blogs portraitierte „Realität“ als ebenso krank und Fake empfinden wie ich.

Ich esse ja ziemlich intuitiv. Aber selbst mir ohne Essstörung wird das ganze Theater auf Instagram und YouTube langsam zu dumm. Gabby Bernstein frühstückt 6 Gurkenscheibchen („I ate half before I posted“), andere hingegen hauen sich jeden Morgen 12 Bananen in den Mixer und verniedlichen diese kranke Nummer mit Babysprache („nanaaaaas for breakfast“).

Man muss hier wohl differenzieren zwischen Yoga- und Fashion People. In der Yogaszene ist augenscheinlich alles links und rechts von Smoothies, Säften, Smoothie Bowls und „Healthy Vegan Organic Raw Bowls“ tabu. In der Modeszene hingegen halten abgemagerte Menschen uns die größten Portionen an ungesündesten Lebensmitteln in die Kamera. So oder so – beides Fake.

Können wir bitte aufhören mit diesem Bullshit (ja, Bullshit) und wieder normal essen? Darf es bitte wieder okay sein, einen Teller Spaghetti mit Tomatensauce und Parmesan ohne schlechtes Gewissen als ganz normale Mahlzeit zu empfinden? Darf man sich bitte wieder gut fühlen, wenn man ein Croissant mit Schokoaufstrich frühstückt und keine roh-vegane Smoothie Bowl?

Ich habe keine Lust mehr auf diese inszenierte Realität. Deshalb werde ich ab sofort auf Instagram vermehrt normale Mahlzeiten posten und sie mit dem Hashtag #starteating versehen.

Und ich würde mich riesig freuen, wenn ein paar von euch so mutig sind und mitmachen.

Jenny