Hamam Home Spa Guide

Mich erreichen jeden Tag ziemlich viele Emails mit Kooperationsanfragen und zu etwa 95% haben diese Emails keinen Mehrwert für mich bzw. euch. Umso erfreuter war ich, als ich kürzlich eine Email von Jana und Axel in der Inbox hatte. Die beiden sind nämlich nicht nur total smart, sondern führen auch noch einen sehr niedlichen Online Shop.

Dementsprechend war ich erstmal stark aus dem Häuschen. Und als ich mich wieder eingekriegt hatte, hab‘ ich mir ein Pestemal, einen Peeling Handschuh und eine Hamam Schale (edit: Links entfernt, weil ausverkauft) ausgesucht, mir so ein Massage-Ding zum Auf- und Einschäumen bei dm besorgt und zusammen mit der Dr. Bronner’s Liquid Soap Lavendel* in meiner Dusche und meinem rosa Tubtrug* einen kleinen Hamam Home Spa Guide geplant.

Aber als das Päckchen von Jana & Axel dann ankam, machte das Pestemal mir einen Strich durch die Rechnung. Ein Pestemal ist ja ein handgewebtes, türkisches Baumwolltuch, das man sich beim Hamambesuch umwickelt (Männer um’s Becken und Frauen um Becken und Brust). Das Pestemal vom Kleinen Bazar hat sich aber leider spontan so butterweich um meinen Hals geschmiegt, dass ich es auf gar keinen Fall mehr anderweitig nutzen konnte. Das könnte natürlich mit der Tatsache zu tun haben, dass es zu 100% aus Bio Baumwolle besteht. Daher musste der Post ein paar Wochen warten. Aber hey.

Erst als mein schlechtes Gewissen seinen Höhepunkt erreicht hatte, habe ich es mir um den Körper gewickelt, das ganze Zeug zusammengesucht, das ich euch oben aufgelistet habe und mich in’s Bad begeben. Traditionellerweise benutzt man zur Schaumherstellung natürlich keine Liquid Soap von Doctor Bronner, sondern Savon Noir. Aber mir war nach Lavendel. So what?

Hamam Zuhause

Hamam Pestemal

Auf geht’s! Zuerst füllt ihr den Tubtrug (oder Eimer oder irgendein Behältnis eurer Wahl) mit ziemlich heissem Wasser. Ich hab‘ da schon ein bisschen Lavendelseife für den Duft mit beigemischt. Dann schnappt ihr euch die Schale und übergiesst euren Körper mit heissem Wasser. Das macht Sinn, damit sich die Poren öffnen. Wenn ihr damit fertig seid, schnappt ihr euch den Handschuh und fangt an, euch am ganzen Körper zu peelen. (Wer mag, kann sich hierbei am Ablauf der ayurvedischen Rohseidenhandschuhmassage oder der Bürstenmassage orientieren.)

Dieses traditionell türkische Peeling mit dem Handschuh wird by the way auch als „Kese“ bezeichnet. Wenn ihr fertig seid mit dem Peeling, könnt ihr nochmal eine Runde mit Wasser übergießen. Und dann geht es weiter mit dem Schaum. Ich hab‘ mal versucht, euch zu demonstrieren, wie ich ihn hergestellt habe:

Wenn ihr genug Schaum habt, wringt ihr das weiße Ding über eurem Körper so aus, dass der Schaum auf eurer Haut landet. Und zwar so lange und so oft bis ihr so ziemlich allover mit Schaum bedeckt seid. Und last but not least packt ihr die Aufschäumhilfe dann zur Seite und massiert euren eingeschäumten Körper. Diese Seifenschaummassage wird auch als „Sabunlama“ bezeichnet.

Hamam Sabunlama

Wenn ihr damit fertig seid, füllt ihr einfach nochmal heisses Wasser in euren Tubtrug, schnappt euch die Schale und entfernt mit einer weiteren Runde Wasser den restlichen Schaum vom Körper. That’s it. Achtet auf ausreichend Zeit zum Nachruhen und Einkuscheln.

Zugegeben, die Sache mit dem heissen Stein lässt sich zuhause nur schwer umsetzen. Aber der ganze Rest macht auch großen Spaß. Probiert es einfach mal aus.

Happy Relaxation!

Jenny

*Bei den Links zu Amazon handelt es sich um Affiliate Links. Falls ihr die Seife oder den Tubtrug über einen dieser Links kauft, ist es für euch nicht teurer. Amazon beteiligt mich jedoch mit ein paar Cent am Gewinn, was mir letztenendes wieder dabei hilft, I LOVE SPA in diesem Umfang hauptberuflich zu bespielen. Das Pestemal, der Handschuh und die Schale wurden mir kostenfrei zur Verfügung gestellt. Diese Tatsache hat jedoch keinerlei Einfluss auf meine Empfehlung. Ich schreibe nur über Sachen, die mich überzeugt haben – ganz unabhängig davon, ob ich sie selbst gekauft habe oder ob sie mir kostenfrei zur Verfügung gestellt wurden. Was mich nicht überzeugt, taucht nirgendwo auf.