Mantrenmeditation im YOGAdelta Berlin

Mantrenmeditation im YOGAdelta BerlinKirtanfreunde aufgepasst!

Im YOGAdelta in Mitte (remember?) findet jeden Samstag Morgen um 10Uhr eine Mantrenmeditation statt. Und weil mir das von einem Freund empfohlen wurde (danke Jörg) und verdammt verlockend klang, war ich dort, um es mal auszuprobieren.

Ich war mir im Vorfeld nicht ganz sicher, ob hier gesungen wird. Ich hätte mir genauso gut vorstellen können, dass das irgendwie still praktiziert wird mit verschiedenen Mantren (vielleicht habe ich aber auch zu wenig darüber nachgedacht) – auf jeden Fall war ich mehr oder weniger spontanerweise in männlicher Begleitung (was mir während des Singens bisweilen ganz schreckliche Schuldgefühle bereitet hat), aber hey…

Samstag 10Uhr also. Die Sonne scheint. Schöner Spätsommertag und so. Meine Begleitung und ich verabreden uns bereits zu 9:30 und verspeisen noch ein Franzbrötchen in der Morgensonne, bevor es dann losgeht.

Im YOGAdelta hat sich seit meinem letzten Besuch nicht viel verändert. Wir ziehen uns also um (zieht euch Yogasachen an!) und beziehen 2 kuschlige Schafwollmatten im großen Raum. Die Lady am Akkordeon und Head of Mantrenmeditation heisst Isabel und macht einen überaus angenehmen, klaren und reizenden Eindruck. Da draussen plötzlich unerwarteterweise wieder Sommer ist, frühstücken die meisten vermutlich gerade lieber auf dem Balkon – auf jeden Fall gibt es außer uns nur noch eine weitere Teilnehmerin. Schon jetzt habe ich ein schlechtes Gewissen, einen Kerl mit hergeschleppt zu haben – für den Fall, dass gesungen wird (wovon ich zu dem Zeitpunkt bereits fest ausgehe, weil vorne ein Akkordeon steht). Ich übe mich also im Ein- und Ausatmen.

Und dann geht’s auch schon los. Dass es sich beim YOGAdelta schon eher um einen Kundalini Hotspot handelt, merkt man auch bei der Mantrenmeditation. Wir beginnen mit einem Kundalini-Mantra. Das gibt es für Menschen wie mich, die eigentlich keine Ahnung von Kundalini Yoga haben, auch in ausgedruckter Form zum Ablesen. Praktisch. Es folgt ein klitzekleines bisschen Kundalini Action, aber dann geht es los mit den Mantren.

Isabel erklärt immer erstmal, was das Mantra bedeutet, singt dann vor und wir hören eine Weile zu. Sie erklärt uns, dass wir einfach mit einsteigen können, wenn wir das Gefühl haben, dass wir den Text draufhaben. Und so läuft das dann bei jedem Mantra. Obwohl ich eher so der visuelle Typ bin und es mag, wenn ich den Text auf einem Zettel (oder wie bei Dave Stringer an der Wand – wohooo) ablesen kann, funktioniert es auch so irgendwie ganz gut. Mantra für Mantra. Und schwupps sind 90 Minuten um.

Im Anschluss an die ganze Nummer habe ich dann allerdings ein bisschen Angst, dass meine männliche Begleitung mich noch an Ort und Stelle tötet. Aber siehe da, er tut es nicht. Es war wohl schon eher eine stimmliche Herausforderung, mit 3 Frauen 90 Minuten lang Mantren zu singen, aber er wirkt tiefenentspannt. Und so hängen wir dann auch noch eine ganze Weile am Arkonaplatz in der Sonne ab und trinken Yogitee.

Fazit: Wer auf Kirtan oder Chanten steht, sollte sich auf jeden Fall mal am Samstag den Wecker stellen. Isabel freut sich bestimmt. Es hat voll Spaß gemacht. Und Singen macht ja irgendwie immer ziemlich glücklich. Kursplan, Preise und alle weiteren Infos findet ihr auf der Homepage.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Jenny

Ich wurde vom YOGAdelta eingeladen. Diese Tatsache hat jedoch keinerlei Einfluss auf meine Empfehlung. Ich schreibe nur über Yogastudios, die mich überzeugt haben – ganz unabhängig davon, ob ich selbst dafür bezahlt habe oder eingeladen wurde. Was mich nicht überzeugt, taucht nirgendwo auf.