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Die Trigunas – Sattva, Raja und Tama

07/05/2014

Die Trigunas im Ayurveda - Sattva, Raja und Tama

Die Ayurveda-Kategorie ist ein bisschen eingeschlafen. Ich bin untröstlich. Daher möchte ich sie mit dem heutigen Post über die Trigunas mal wieder reanimieren. Triwas? Trigunas. Das ist der Überbegriff für die drei feinstofflichen Grundkomponenten der Schöpfung: Sattva (Klarheit, Güte, Harmonie), Raja (Rastlosigkeit, Bewegung, Energie) und Tama (Trägheit, Dunkelheit, Chaos). Die Trigunas sind jedoch nicht zu verwechseln mit den 3 Doshas! Die Doshas beziehen sich auf die körperliche Konstitition, die Gunas auf die geistige.

Wie jede Thematik im Ayurveda, so ist auch die der 3 Gunas sehr komplex und wir kratzen mit diesem Post hier mal wieder nur an der Oberfläche, das sollte vorab also schon mal klar sein. Den größten Teil meiner Informationen beziehe ich aus dem Buch „Selbstheilung mit Ayurveda“ von Vasant Lad, das mir damals während meiner Ayurvedaausbildung empfohlen wurde und das ich persönlich von allen Ayurvedabüchern, die mir bisher untergekommen sind, auch am liebsten mag.

Bezogen auf den Menschen gibt es drei Grundtypen: den sattvischen, den rajasischen und dem tamasischen. Genau wie bei den Doshas auch besteht immer eine Wechselwirkung zwischen den drei Typen und die Klassifikation wird vorgenommen auf Basis des relativen Vorherrschens eines der Gunas. Und das sieht dann ungefähr so aus:

Sattvische Menschen sind liebevoll, mitfühlend, bescheiden, reinen Geistes, aufrichtig und gerechtigkeitsliebend. Sie lassen sich nicht so leicht provozieren und flippen nicht schnell aus. Sie wirken hell, strahlend und positiv. Sattvische Menschen können viel und hart arbeiten, ohne wirklich erschöpft zu sein und brauchen nicht viel Schlaf.

Rajasische Menschen sind sehr ich-zentriert. Wenn es sie weiterbringt, sind auch sie liebevoll, geduldig und ruhig. Sie stehen auf Macht, Anerkennung und Perfektionismus und neigen zu wütendem, eifersüchtigem und extrem ehrgeizigem Verhalten. Angst, Stress und Erschöpfung sind ihnen nicht fremd. Demzufolge brauchen rajasische Menschen auch mehr Schlaf als sattvische.

Tamasische Menschen essen, trinken und schlafen gerne. Sie sind bisweilen nicht sonderlich klug und neigen zu Faulheit und Depression. Sie sind schnell erschöpft und bevorzugen berufliche Positionen mit wenig Verantwortung. Sie sind leicht reizbar, gierig, rücksichtslos und besitzergreifend. Wenn nötig, sind sie auch bereit, anderen Schaden zuzufügen.

Aber genau wie bei den Doshas, findet man die Trigunas natürlich nicht nur in Menschen, sondern auch in Nahrungsmitteln.

Sattvische Nahrung ist vegetarisch, leicht, gesund, fördert die Klarheit des Geistes sowie Liebe und Mitgefühl. Klassische Beispiele für sattvische Nahrungsmittel sind Pfirsich, Kokosnuss, Reis, Salat oder frische Milch.

Rajasische Nahrung wirkt verführerisch, aktivitätssteigernd und erregend. Sie ist meistens scharf, würzig oder salzig. Klassische Beispiele sind hier Kartoffelchips, Kaffee, Alkohol oder saures Obst.

Tamasische Nahrung ist schwer, stumpf und macht müde und träge. Die entsprechenden Nahrungsmittel sind meistens alt, abgestanden oder verdorben. Alles, was am Boden oder in dunklem Gestrüpp wächst und wenig Kontakt mit Licht hat, wird normalerweise auch hier einsortiert. Klassische Beispiele für tamasische Lebensmittel sind Pilze, Fleisch oder alter Käse.

Im Ayurveda geht man davon aus, dass die Nahrung, die wir so zu uns nehmen, den Geist und das Bewusstsein beeinflusst. So kann man also wenn man nicht aufpasst (genau wie bei Vata, Pitta und Kapha ja auch) sein Tama erhöhen, wenn man vorwiegend tamasische Nahrungsmittel zu sich nimmt.

Stark vereinfachtes Fazit der ganzen Nummer:

Wer besonders sattvisch durch’s Leben schreiten will, sollte aufgewärmtes Essen aus der Mikrowelle, Fleischkonsum oder exzessive Alkoholexzesse vielleicht lieber meiden.

Jenny

2 Kommentare

Kommentar von Manuela Werner am 22/08/2016 bei 16:14   

Tamasisch ist nicht nur schlecht, denn wir brauchen Tamas um überhaupt schlafen zu können. Außerdem ist durch etwas Fleischkonsum von biologisch gehaltenen Tieren nicht als tamasisch zu verdammen, da bewegen wir uns im rajasanischen. Also, alles in Maßen genossen ist rajasanisch, zuviel von vielem ist tamasisch und auch wenn ich nur vegetarisch esse bin ich deswegen noch lange nicht sattvisch.

Kommentar von I LOVE SPA am 22/08/2016 bei 16:23   

Das habe ich doch aber auch nirgendwo behauptet? Man muss ja irgendwie kategorisieren, damit die Abgrenzungen klar werden. Ist bei den Doshas ja nicht anders.

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