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Hamam Berlin – Das Türkische Bad für Frauen in der Schokofabrik

03/02/2014

Hamam in der Schokofabrik - das türkische Bad für Frauen Mittlerweile ist es schon wieder ganze 4 Wochen her, dass ich mich zusammen mit Daniela und Jessy an einem Samstag Abend auf den Weg nach Kreuzberg gemacht habe.

Wir haben einen Abend lang (genaugenommen von 20:30 Uhr bis 23:30 Uhr) in der Schokofabrik, einem Hamam für Frauen, verbracht. Was ich vorher nicht wusste: Das Hamam in der Schokofabrik war das erste Hamam Deutschlands. Es wurde 1988 eröffnet.

Nach unserer Ankunft bekommen wir Spindschlüssel und können uns dann im Umkleidebereich, der mit einem Vorhang abgetrennt ist, entblättern. Check: Handtücher und Bademantel nicht vergessen! Da es in einem Hamam in erster Linie um Körperreinigung geht, könnt ihr euren Bikini einfach zuhause lassen. Ihr seid größtenteils nackt, aber ein kuscheliger Bademantel verhindert beim Rumliegen im Ruhebereich, dass ihr friert. Außerdem macht ein großes Handtuch immer Sinn, egal ob ihr euch auf den warmen Stein legen wollt oder in die Sauna. Wie ihr auf dem verlinkten Foto oben sehen könnt, hatte ich Getränke dabei. Das hätte ich mir sparen können, denn es ist nicht gestattet, eigene Getränke mitzubringen. Ihr könnt aber sehr günstig welche vor Ort erwerben.

Nachdem wir uns umgezogen haben, führt eine Mitarbeiterin uns herum und erklärt uns die grundlegenden Sachen. Anschliessend schnappen wir uns unsere Kulturbeutel und machen uns auf den Weg in den Raum mit dem warmen Stein. (Ich habe einen Beutel aus Wachstuch, was sich als ganz praktisch erwiesen hat. Ihr solltet damit rechnen, dass alles, was ihr mit reinnehmt, unter Umständen nass wird.) Es ist überall sehr angenehm warm, was zweifelsohne auch Sinn macht – denn schliesslich heisst das arabische Wort „hamam“ übersetzt „wärmen“.

Wie ihr oben links auf dem Foto sehen könnt, befindet sich in der Mitte des Raumes der warme Stein. Um diesen Stein herum gibt es Nischen in der Wand mit Wasserbecken. Diese Becken könnt ihr mit warmem oder kaltem Wasser füllen und wie ihr auf dem 3. Foto unten sehen könnt, liegen da auch noch silberne Schalen rum. Wir lassen uns also nieder in einer der Nischen und füllen unser Becken mit warmem Wasser. Dann wird das Wasser mit der Schale aus dem Becken geschöpft und man gießt es sich über Kopf und/oder Körper. Dabei geht es sehr kommunikativ zu. Es herrscht reges Geschnatter und wir stehen den übrigen Besucherinnen da in nichts nach. Wir übergießen uns also mit Wasser und shampoonieren und schäumen uns ein und übergießen uns wieder mit Wasser – bis ich irgendwann das Gefühl habe, dass ich unmöglich noch sauberer werden kann.

Während Daniela und Jessy also fleissig weitershampoonieren und Konversation betreiben, lege ich mich auf den warmen Stein. Denn Liegen hat ja wirklich was für sich. Ich schätze diese Position sehr. Und schwupps werde ich auch schon abgeholt. Denn ich habe Kese und Sabunlama gebucht. Kese ist ein Ganzkörperpeeling, das mit einem Baumwollhandschuh durchgeführt wird und Sabunlama ist eine Seifenmassage, das typische Hamam-Treatment. Ihr kennt doch bestimmt alle diese kleinen, runden, netzartigen Dinger für die Dusche, die aus nur einem Tropfen Duschgel sehr viel Schaum machen, oder?

Bei der Seifenmassage wird mit sowas in XXXXXL gearbeitet. Also seeeeehr viel Schaum. Beides zusammen hat schätzungsweise 30 Minuten gedauert. Was die eine oder andere eventuell stören könnte: Unter Neonlicht zu liegen ohne Einwegslip. (Ich wage die Behauptung, dass selbst gynäkologische Praxen weniger gut ausgeleuchtet sind.) Es hat mich jetzt nicht wahnsinnig gestört, aber ein Einwegslip wäre trotzdem schön gewesen. Oder alternativ weniger Flutlicht. Nichts desto trotz waren sowohl das Peeling, als auch die Seifenmassage, sehr angenehm.

Nach dem Treatment finde ich Daniela und Jessy dann eine Etage weiter oben, essend und trinkend. Ich setze mich zu ihnen und bestelle eine Apfelsaftschorle. Prinzipiell finde ich es nicht dramatisch oder schlimm, dass man keine eigenen Getränke mitbringen darf – schön wäre es aber, wenn man auch unten irgendwie an Wasser käme. Ich vermute, dass so zu wenig getrunken wird. Wir verbringen anschliessend nochmal ein bisschen Zeit unten, eingeschäumt, saunierend, auf dem Stein liegend und in Bademäntel gewickelt zwischen dicken Kissen. Neben dem Raum mit dem warmen Stein gibt es außerdem noch eine finnische Sauna und eine Infrarotsauna. Beides nicht sonderlich spektakulär. Das Highlight ist ganz klar der große Raum, den ihr ganz oben auf dem Foto seht.

Wir haben pro Kopf für unseren 3-stündigen Aufenthalt 16€ bezahlt. Ich hatte zusätzlich noch Kese und Sabunlama für zusammen 24€ mit dazugebucht, aber das war optional und ist kein Muss (Stand der Preise: Januar 2014). Hier könnt ihr nochmal einen Blick auf alle Anwendungen werfen, die ihr buchen könnt.

Das Publikum ist very Kreuzberg. Es gibt hier viele türkische Frauen aller Generationen. Kein Rumgepose und keine aalglatten Mitte-People. Dafür viel unrasierte Haut. Erfrischend anders und extrem entspannt.

Ich finde die Homepage außerordentlich informativ. Sie sollte alle eventuell jetzt noch offenen Fragen beantworten. Unter’m Strich ist das Hamam in der Schokofabrik die perfekte Adresse für exzessive Körperpflege in Kombination mit ausschweifender Kommunikation an einem Berliner Wintertag. Ein perfekter Ort also, um zusammen mit Freundinnen mal so richtig aufzutauen.

Viel Spaß!

Jenny

Hamam in der Schokofabrik - das türkische Bad für Frauen

Hamam in der Schokofabrik - das türkische Bad für Frauen

Hamam in der Schokofabrik - das türkische Bad für Frauen

Hamam in der Schokofabrik - das türkische Bad für Frauen

Ich habe sowohl den Eintritt, als auch Kese und Sabunlama selbst bezahlt. Ich schreibe nur über Orte, die mich überzeugt haben – ganz unabhängig davon, ob ich selbst dafür bezahlt habe oder eingeladen wurde. Was mich nicht überzeugt, taucht nirgendwo auf.

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