Pommes und Sandwiches zwischen Sauna und Pool – F&B im Spa

F&B im Spa

F&B steht in der Hotellerie für Food & Beverage und beinhaltet alles, was mit Essen und Getränken zu tun hat. Das F&B-Angebot in Berliner Spas ist entweder gar nicht erst vorhanden oder der Gast kann wählen zwischen fettigen Sandwiches oder Pommes mit Mayo und Ketchup.

Das erinnert mich zugegebenermaßen stark an meine Kindheit im Hallenbad. Diese Tage sind in meiner Erinnerung untrennbar verknüpft mit „Heiße Hexe“ und sauren Gurken von Haribo. Allerdings bin ich mittlerweile nicht mehr 4, sondern 34 und irgendwie hat sich in Bezug auf Ernährung in Deutschland doch zwischenzeitlich ziemlich viel getan, oder nicht? Ich frage mich immer wieder, warum man gerade in Spas, in denen man die perfekte Zielgruppe für „gesundes“ Essen und „gesunde“ Getränke antrifft, das Angebot nicht entsprechend anpasst.

Warum bietet man im Spa kein Kokoswasser an? Gibt es irgendein Getränk, das besser zur Sauna passt? Ich glaube nicht. Ich bin mir außerdem sehr sicher, dass eine Karte mit grünen Säften und Smoothies sich in jedem Spa etablieren würde. Und wie toll wäre es bitte, wenn man euch zur Begrüßung oder nach der Massage nicht nur ein stilles Wasser, sondern ein stilles Wasser mit Mandeln und Kirschen oder ein stilles Wasser mit Cashews und Erdbeeren reichen würde?

Ich stelle mir im Sommer ein Glas Wasser mit frischer Minze und dazu ein Tellerchen mit Wassermelonenscheiben extrem erfrischend vor. Und dazu ein gekühltes Oshi Bori mit Pfefferminzduft! Oder wie wäre es im Winter mal mit einem Glas frischen Chai und einem warmen Oshi Bori mit Zimtduft statt dem omnipräsenten lahmen Ingwertee? Und warum ersetzt man dieses ganze fettige Essen nicht einfach mal durch eine Vitrine mit Onigiris? Ich habe die Jungs von Rice Up bei der I LOVE SPA Saunanacht als sehr unkompliziert und kooperativ erlebt!

Ich könnte ewig so weitermachen und ich bin fest davon überzeugt, dass man mit gutem Essen und tollen Getränken bei jedem Gast nachhaltig Eindruck schinden kann. Also: warum nicht einfach mal irgendwo anfangen, ein paar Mandeln und Kirschen zum Wasser legen und schauen, was passiert?

Ich denke, dieser „Aufwand“ könnte sich auszahlen.

Jenny