Sugaring – Haarentfernung mit Zuckerpaste

Wenn ihr euch bei einem Spabesuch von lästigen Körperhärchen verabschieden wollt, habt ihr normalerweise 2 Möglichkeiten: Waxing oder Sugaring, angeboten wird allerdings in der Regel nicht beides, sondern nur eine der beiden Optionen. Waxing werdet ihr in Spa Menüs häufiger antreffen als Sugaring – aber das ist vielleicht nur noch eine Frage der Zeit.

Ich habe im Holmes Place Spa am Potsdamer Platz Sugaring ausprobiert, um mir mal selbst ein Bild zu machen. Hier wird mit einer Zuckerpaste von Epiladerm gearbeitet. Dabei handelt es sich nicht um eine der klassischen braunen, gekochten Zuckerpasten, sondern um eine weiße, weichere und geschmeidigere Variante.

Ich habe mich für Sugaring an den Beinen entschieden. Zuerst werden meine Beine mit einer Lotion auf die Haarentfernung vorbereitet. Durch diese Lotion quellen die Beinhärchen auf und werden so im Anschluss von der Zuckerpaste besser erwischt. Dann folgt das eigentliche „Sugaring“. Hier unterscheidet man zwischen 2 Techniken. Zum einen die Fingerspitzenechnik (die ihr auf dem Foto sehen könnt und die auch bei mir angewandt wurde) und zum anderen die Vlies-Technik, ähnlich wie beim Waxing.

Meine erste Assoziation ist „Schleim in Dosen“ (ich bin ein Kind der 80-er). Diese Assoziation ist allerdings nur von kurzer Dauer, denn die Sugaring-Paste stinkt nicht. Ich liege nicht auf dem Rücken, sondern bestaune das Procedere im Sitzen.

Genau wie auf dem Foto wird die Paste erst auf der Haut verteilt und dann ruckartig in Haarwuchsrichtung wieder abgezogen. Hierin liegt im Übrigen der grundlegendste Unterschied zum Waxing, denn beim Waxing werden die Haare gegen die Wuchsrichtung entfernt. Auf diese Weise wird erst die Vorderseite und dann die Rückseite der Beine „gesugart“.

Die Paste wurde vorab angewärmt und fühlt sich sehr angenehm an auf der Haut. Gegen Ende ist es nicht ganz so schlimm, dass ich auf dem Bauch liege und nicht mehr zuschauen kann, denn durch die bereits entfernten Beinhärchen ist die Paste nicht mehr so blütenweiß wie auf dem Foto, sondern eher….grau.

Ihr habt im Holmes Place Spa Potsdamer Platz die Möglichkeit, „einfach nur Sugaring“ oder „Sugaring mit Enzymkomplex“ zu buchen. Hier findet ihr einen Link zum Spa Menü. Ich hatte die Variante ohne Enzymkomplex. Falls ihr euch für die andere entscheidet, wird abschliessend noch eine lotionartige Flüssigkeit auf der Haut aufgetragen, die einen Enzymkomplex enthält. Durch diesen Enzymkomplex sollen die Haare von Behandlung zu Behandlung dünner, heller, weicher und weniger werden. Meine Beine waren im Anschluss ganz wunderbar weich und es gab kein lästiges Pinzetten-Nachgezupfe wie beim Waxing.

Ihr könnt Sugaring bei einer Haarlänge ab 3mm buchen (beim Waxing sollten es 4-5mm sein).

Angeblich tut Sugaring weniger weh als Waxing, aber da ich meine Beine normalerweise epiliere, bin ich diesbezüglich sowieso eher schmerzbefreit und vermag einen Unterschied nicht wirklich zu beurteilen. Laurène hat das mit Wachs auch sehr toll gemacht. Vermutlich ist es Geschmackssache. Sugaring hat – bezogen auf die Fingerspitzentechnik – auf jeden Fall den höheren Unterhaltungswert.

Um zu wissen, welche Technik besser zu euch passt, solltet ihr Sugaring (falls sich die Möglichkeit mal bietet) auf jeden Fall ausprobieren.

Viel Spaß!

Jenny

Ich habe das Sugaring selbst bezahlt. Ich schreibe nur über Spas und Treatments, die mich überzeugt haben – ganz unabhängig davon, ob ich selbst dafür bezahlt habe oder eingeladen wurde. Was mich nicht überzeugt, taucht nirgendwo auf.