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Spa vs. Spaßbad – Kinder im Spa

20/09/2013

Kinder im SpaDiese Woche ist reserviert für heikle Themen. Dass ich diesen Post schreiben muss, ist mir klar seit sich vor einigen Monaten vor meiner Treatmenttür ein lautstarkes Schwimmwindeldrama ereignete. Vertragliche Verschwiegenheitsklauseln zwingen mich leider dazu, an dieser Stelle nicht weiter in’s Detail zu gehen. Sorry for that!

Ich habe selbst keine Kinder und es kann natürlich sein, dass es mir aus diesem Grund gelegentlich an Verständnis fehlt – vielleicht aber auch nicht. Um Orte, an denen es vor Kindern wimmelt, mache ich gerne einen etwas größeren Bogen. Ich springe also weder in’s Ikea Bällchenbad, noch besuche ich Spaßbäder mit Superturboloopingrutschen. Und schwupps wären wir auch schon beim Thema: Spaßbad vs. Spa. Ein Spa soll bekanntermaßen ja ein Ort sein, an dem Menschen sich entspannen können. Dazu gehören nicht nur angenehm temperierte Räumlichkeiten, Saunen, Pool und ein kuscheliger Bademantel, sondern in erster Linie auch Ruhe.

Was diese Ruhe gelegentlich stört, ist das Telefonklingeln der Spa Rezeption (ich weiss nicht, warum es nicht möglich ist, hier auf Vibration umzusteigen), Handylärm einiger Spa Besucher (penetrante Klingeltöne wie lautstark geführte Telefonate) und das Schreien, Rennen und Toben von Kindern.

Vor einigen Jahren hatte ich über’s Wochenende eine Freundin zu Besuch. Es war Winter und das Wetter eher unsexy. Also begleitete sie mich einfach in’s Hotel und verbrachte dort einen Half Day Spa, während ich arbeitete. Als ich Feierabend hatte, war schwer zu sagen, wer von uns beiden fertiger aussah. Sie berichtete mir, dass sie einfach nur am Pool liegen und lesen wollte. Dass aber sehr viele Kinder am Start waren und sie sich aufgrund von Arschbomben Contests und Geschrei nicht entspannen konnte.

Man muss ja immer damit rechnen, sich den Unmut der Allgemeinheit zuzuziehen, wenn man sich in Bezug auf Kinderlärm positioniert. Mich persönlich stört Kinderlärm im Spa jedoch sehr. Nicht, dass wir uns falsch verstehen: Wenn ich im Sommer am See liege, stören mich Kinder in keinster Weise. Und auch im Urlaub am Strand gehören Kinder mit dazu. Aber in einer Umgebung, die geschaffen wurde, um Ruhe zu finden, ist Kinderlärm vergleichbar mit Schokotorte während einer Ayurvedakur. Es passt irgendwie nicht zusammen.

Die Eltern von lauten Kindern sehen das allerdings häufig anders und intervenieren in der Regel nicht – auch wenn man sie höflich darum bittet. Und viele Gäste, die sich gestört fühlen, beschweren sich nicht über aufblasbares Strandspielzeug und lautstarke Poolnudelkämpfe, weil es sich einfach nicht gehört, sich über Kinder zu beschweren.

Ich war selbst mal physiotherapeutisch in der Pädiatrie tätig und bin der Meinung, Kinder sollen toben und schreien dürfen und nicht gemaßregelt werden, wenn sie ihrem ganz natürlichen Bewegungsdrang nachgeben. Aber muss das unbedingt an einem Ort sein, an dem andere viel Geld zahlen, um Ruhe zu finden? Es gibt ein Berliner Hotel, das früher einmal täglich für 60 Minuten eine Riesenladung Wasserspielzeug in den Pool geworfen hat. Alle Kinder durften toben, aber nach einer Stunde war wieder Ruhe. Vieleicht ist sowas ein ganz okayer Kompromiss. Vielleicht ist aber auch ein Babysitter die Lösung. Oder doch das Spaßbad. Auf dem Wellnessforum der diesjährigen ITB wurde „Spa mit Kindern“ als einer der Wellnesstrends benannt. Ich bin mir da ja nicht so ganz sicher…

Jenny

1 Kommentar

Kommentar von Andrea am 20/09/2013 bei 09:28   

Nein, Kinder gehören nicht ins Spa. Wenn ein Spa "familienfreundlich" sein möchte, kann er ja einen Kindertag einführen (das Hamam in der Schokoladenfabrik macht das); ist vielleicht auch nicht schlecht, die künftie Generation an diese Annehmlichkeiten kindgerecht ranzuführen ;). Ich jedenfalls gehe ins Spa um zu entspannen und mir würde im Traum nicht einfallen, meine Tochter (knapp 2 Jahre) mitzunehmen. Ihr Spa ist der Spielplatz :)

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