AerialYoga in der Kulturbrauerei

Aerial Yoga - Flying Yoga - Anti-Gravity Yoga - AcroYoga in Berlin (1)Heute habe ich für euch mal AerialYoga aka Flying Yoga aka Anti-Gravity Yoga aka AcroYoga aka Hängetuchyoga ausprobiert. Wenn es so viele Namen für eine bestimmte Richtung gibt, sollte ich mich mal näher damit auseinandersetzen – dachte ich mir.

2 Dinge vorweg: Bei dem Begriff AcroYoga zucke ich nach wie vor zusammen. Ich finde mich nämlich nicht sonderlich akrobatisch. Da werden böse Erinnerungen wach an die ein oder anderen Bundesjugendspiele meiner Schulzeit. Stichwort „Schwingende Ringe“ und so. Nicht gut. Desweiteren sei an dieser Stelle anzumerken, dass ich definitiv nicht zu den Yogamiezen der Blogosphäre gehöre. Yogischer Ehrgeiz ist bei mir praktisch nicht vorhanden. „Nehmt den Ehrgeiz raus“ kann ich besonders gut. Ich komme an guten Tagen bis zur Krähe. Für alles darüberhinaus bin ich irgendwie zu faul. Ich habe es mir in den vergangenen 5-6 Jahren ganz bequem eingerichtet in diesem Stadium irgendwo zwischen „Level 1“ und „Level 2“ – was mich allerdings nicht davon abhält, trotzdem alles Mögliche auszuprobieren.

AerialYoga also. Ich mache mich heute zweifelsohne eher unentspannt und eingeschüchtert auf den Weg zur Kulturbrauerei. Denn ich habe vorab den ein oder anderen Artikel dazu gelesen. Da hilft es ein bisschen, dass Daniela mich begleitet. Denn Daniela ist sehr unerschrocken.

Wenn ihr AerialYoga in Berlin ausprobieren wollt, könnt ihr das entweder jeweils am ersten Montag des Monats von 19.00 bis 21.00 Uhr in der Schwelle 7 tun oder aber dienstags von 10.30 bis 12.00 Uhr bzw. donnerstags von 18:30 bis 20:30 Uhr in der Kulturbrauerei. Eine Probestunde in der Kulturbrauerei kostet 10€ (Stand: August 2013).

Wir kommen an, ziehen uns um und betreten den Raum, in dem die Tücher verknotet an der Decke hängen. Auch hier erneut meine erste Assoziation: „Bundesjugendspiele – schwingende Ringe – Angst!“ Dann stoßen noch 2 weitere Teilnehmer und Lili, die den Kurs leiten wird, zu uns.

Der 90-minütige Kurs beginnt mit Lockerungsübungen im Kreis – wieder ein bisschen schulsportlike. Aber dann geht’s zu den Tüchern. Es beginnt eher soft. Man hat ganz gut die Möglichkeit, sich mit dem Tuch vertraut zu machen. Dann mischen sich immer mehr Asanas unter die Übungen. Es hilft ohne Frage, schonmal Yoga gemacht zu haben und verschiedene Positionen zu kennen, ich würde aber einfach mal behaupten, es geht auch ohne.

Im Verlauf der Stunde gewöhne ich mich langsam an’s Tuch. Die Angst verschwindet und es fängt an, Spaß zu machen. Man hängt viel mit dem Kopf nach unten. Und dann komme ich plötzlich in Positionen, die mir bisher ohne Wand verwehrt blieben. Ich bin im Handstand! So cool. Es ist schon anstrengend. So, dass man schwitzt. Und es ist so gar nicht spirituell.

Lili erklärt jede Position, aber die Wickelungen sind zum Teil echt tricky – ich kann mir vorstellen, dass der Ablauf geschmeidiger wird, wenn man ein paarmal da war. Beim ersten Mal tut das Tuch auch vorne im Bereich der Beckenknochen ziemlich weh. Aber auch das hört angeblich nach ein paarmal auf.

Fazit: Es hat viel weniger mit Yoga zu tun als ich dachte. Und es ist nicht wirklich spirituell. Aber es hat riesig Spaß gemacht. Beim nächsten Mal würde ich allerdings meine eigene Yogamatte mitbringen, denn die Matten vor Ort, die unter den Tüchern lagen, hätten ein bisschen sauberer sein können (man merkt einfach ganz klar, dass es eigentlich eine Tanzschule und kein Yogastudio ist). Also, nehmt einfach eure eigene Matte mit und lasst die Angst zuhause! Die war nämlich vollkommen grundlos mit im Gepäck.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Jenny

Aerial Yoga - Flying Yoga - Anti-Gravity Yoga - AcroYoga in Berlin (2)Aerial Yoga - Flying Yoga - Anti-Gravity Yoga - AcroYoga in Berlin (3)Aerial Yoga - Flying Yoga - Anti-Gravity Yoga - AcroYoga in Berlin (4)

Ich habe diese Yogastunde selbst bezahlt. Ich schreibe nur über Yogastudios, die mich überzeugt haben – ganz unabhängig davon, ob ich selbst dafür bezahlt habe oder eingeladen wurde. Was mich nicht überzeugt, taucht nirgendwo auf.