Simon Kellerhoff vom IST-Studieninstitut über den Job des Wellness- und Spa Managers

Mit Menschen, die in der Spa Branche arbeiten und deren Qualifikation ist das ja so eine Sache. Nicht selten hat die Tätigkeit mit dem erlernten Beruf wenig bis überhaupt nichts zu tun. Ich habe mich ja erst kürzlich im Interview wieder sehr kritisch über Spa Manager in der Hotellerie geäußert. Vielleicht habt ihr euch auch schon mal gefragt, was für eine Berufsausbildung ein Spa Manager mitbringen muss? Simon Kellerhoff arbeitet für das IST-Studieninstitut, an dem ich selbst Wellness- und Spa Management studiert habe, und bringt heute für euch mal ein bisschen Licht in’s Dunkel.

Simon Kellerhoff vom IST Studieninstitut auf I LOVE SPA

„Seid ihr als Gast auch immer wieder begeistert von eurem Spa? Kennt ihr sogar mehrere, besucht ihr Wellnesshotels und Thermen? Dann seid ihr nicht nur wellness-affin, nein, ihr habt wahrscheinlich sogar eine ganze Reihe von Eindrücken, von denen ihr berichten könntet.

Der eine oder andere Eindruck wäre garantiert auch ein Tipp für den Inhaber. Was ist eigentlich sein Beruf?

Kennt ihr den Beruf Wellness- und Spamanager? Nein? Das ist nicht weiter schlimm, denn eigentlich ist es auch kein Beruf, weil man kann ihn nicht direkt, etwa durch eine Ausbildung oder einen Studiengang, erlernen. Aber das Berufsbild setzt sich langsam durch und es gibt Möglichkeiten, bspw. durch Weiterbildungen daran zu arbeiten, Wellness- und Spamanager zu werden.

Die wohl höchste Position im Spa nimmt der Spamanager ein. Viele Spamanager sind zu Ihrer Position „wie die Jungfrau zum Kinde“ gelangt, weitaus typischer ist aber der Einstieg über eine klassische Ausbildung, wie beispielsweise zur  Kosmetikerin oder zum Physiotherapeuten. Für leitende Funktionen sind entsprechende Weiterbildungen üblich, für Positionen im mittleren und oberen Management zunehmend zielgerichtete Weiterbildungen mit betriebswirtschaftlichem Know-how sowie akademische Abschlüsse.

Bereits an der Basis, das heißt bei der Erstausbildung, gibt es große Unterschiede und Möglichkeiten, auf der anderen Seite wenig handfeste Regeln. Während beispielsweise der Physiotherapeut einen staatlichen Abschluss erlangt ist nicht jede Kosmetikausbildung staatlich anerkannt. Es gibt zum Beispiel sehr viele Kurzausbildungen, mit denen man zwar arbeiten kann, aber sicherlich nicht alles weiß und beherrscht.

Das gilt nicht nur für Kosmetikerinnen, sondern für viele andere „Berufe“ im Wellnessbereich auch. Es gibt nur wenige Regeln, die zum Beispiel festlegen, welche Qualifikationen der Mitarbeiter mitbringen muss, um in einer bestimmten Funktion zu arbeiten. Die Auswahl der Mitarbeiter (s)eines Spas liegt übrigens in der Hand des Spamanagers. Er hat also große Verantwortung für sein Spa, seine Mitarbeiter und seine Gäste.“

Habt ihr konkrete Fragen an Simon zu Studiengängen oder Jobs in der Spa Branche? Ihr könnt die Kommentarfunktion zum Fragen nutzen oder Simon direkt eine Email schreiben an SKellerhoff@ist.de!