LivingWell Health Club Berlin

Hilton Health Club BerlinEs ist mal wieder an der Zeit für einen Post der Kategorie „Spa Tests„! Deshalb mache ich mich heute auf den Weg Richtung Gendarmenmarkt, um mir den Hilton Health Club mal etwas genauer anzuschauen. (Edit: Der Club heisst mittlerweile „LivingWell Health Club Berlin„).

Top Timing, denn es regnet. Der Hilton Health Club ist klein, aber fein – will heissen: weder abgedrehtes Design, noch Entspannung über mehrere Stockwerke.

Ich werde sehr herzlich begrüßt und man händigt mir  Bademantel, Frottee-Slipper und Handtücher aus. Der Weg zu den Umkleiden ist kurz. Ich stelle nach meinem vorletzten Entspannungsdate mit Freude fest, dass ich ziemlich alleine bin. Ich ziehe mich also um und begebe mich – in den dicken und weichen Bademantel gehüllt – in eine liegende Position am Pool. Meine Lieblingsposition.Während ich so daliege, fällt mir auf, dass es hier wirklich angenehm privat zugeht. Obwohl hier und da ein Gast auf einer der Liegen liegt, ist es vollkommen ruhig und unhektisch.

Nach einer Weile werde ich abgeholt und in einen Treatmentraum geführt. Mein erstes Kerstin Florian-Facial! Die Produkte duften toll und fühlen sich gut an auf der Haut. Und auch die Behandlerin ist ganz reizend. Nach einer Stunde lasse ich mich wieder entspannt auf meine Liege gleiten und trinke noch einen Tee, bevor ich die Sauna ausprobiere.

Es gibt hier eine finnische Sauna und ein Dampfbad. Ich bin auch in diesem Bereich ganz alleine und entscheide mich spontan für die finnische Sauna. Es fühlt sich wie die heisseste Sauna an, in der ich je gesessen habe. Umso beeindruckender finde ich den eigens für mich durchgeführten Aufguss durch Aufgussprinzessin Cordi in voller Sportbekleidung mit stabilem Kreislauf. Respekt!

Neben Pool, Saunen und dem für Berliner Spas klassischen Treatmentangebot könnt ihr im Hilton Health Club unter anderem auch Rhassoul buchen. Und da ich bisher noch über keinerlei Rhassoul-Erfahrung verfüge, möchte ich das heute unbedingt zum ersten Mal ausprobieren.

Beim Rhassoul handelt es sich um eine orientalische Reinigungszeremonie in einem privaten Bereich ohne Behandler. Rhassoul an sich ist ein gemahlenes Tonmineral und wenn ihr das bucht, sieht das praktisch so aus, dass ihr ein Tellerchen bekommt mit 3 unterschiedlichen Sorten des besagten Tonminerals. Stellt euch das mengenmäßig und von der Konsistenz in etwa so vor wie 3 Kugeln Mousse au chocolat, nur ein bisschen zäher. Die eigens für mich reservierten Räumlichkeiten bestehen aus einem Vorraum mit zwei Duschen sowie einem Dampfsaunabereich. Bevor es losgeht, wird geduscht. Dann setze ich mich (wie in einer klassischen Dampfsauna) nackt auf die angewärmte, gekachelte Sitzfläche. Der ganze Spaß wird 20 Minuten dauern und endet mit einem Regenschauer von oben – darauf weist man mich vorab hin.

Die Besonderheit beim Rhassoul ist, dass die Temperatur nicht konstant ist, sondern während dieser 20 Minuten – ebenso wie die Luftfeuchtigkeit – kontinuierlich ansteigt. Das heisst, das Raumklima wechselt von trocken zu feucht.

Ich widme mich also sitzend dem Tellerchen mit den 3 Schlammkugeln und beginne – so wie man mich angewiesen hat – mit der beigen Erde, indem ich sie großzügig über Gesicht und Decolltetée auf der vom Duschen noch feuchten Haut verteile. Das gestaltet sich ein wenig zäher als erwartet. Dann verteile ich die mittelbraune Erde an Armen und Beinen und abschliessend die dunkelbraune Erde am restlichen Körper. Aufgrund des angekündigten Regenschauers von oben habe ich meine Kamera im Vorraum gelassen, was ich zwischenzeitlich bereue. Es wären mit Sicherheit ziemlich großartige Aufnahmen geworden. Stellt euch also vor, wie ich bei steigender Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit mit 3 Farben Schlamm beschmiert auf dieser gekachelten Bank sitze.

Erst scheint der Matsch auf der Haut zu trocknen, dann wird es aber zunehmend glitschig. Ich bin vollkommen fasziniert. Durch diese Veränderung von trocken zu glitschig nimmt der Schlamm die von der Haut ausgeschiedenen Schlackenstoffe auf. Ich verliere ein bisschen das Zeitgefühl, aber dann setzt plötzlich der „Regen“ ein und duscht mir den Matsch vom Körper.

Der Spaßfaktor bei diesem Treatment ist ungeheuer hoch. Und die Haut fühlt sich im Anschluss ganz zart und wunderbar an.

Abschliessend verbringe ich noch ein bisschen Zeit auf einem der Wasserbetten im Ruheraum. Auch hier bin ich alleine.

Wenn ihr als externer Gast den Hilton Health Club nutzen wollt, zahlt ihr 39€ für eine Tageskarte. Wollt ihr nicht länger als 2,5 Stunden bleiben, reduziert sich dieser Preis auf 33€. Rhassoul kostet für eine Person 33€. Wenn ihr zu zweit seid, reduziert sich der Preis auf 26€ pro Kopf (Stand der Preise: Mai 2013). Auf der Homepage findet ihr eine Übersicht aller buchbaren Treatments und Packages.

Mein Fazit: Klein, aber fein, sehr sauber und privat. Und das Rhassoul ist absolut ausprobierenswert!

Jenny

Hilton Health Club Berlin Pool

Hilton Health Club Berlin Relaxation Room

Ich wurde vom Hilton Health Club eingeladen. Diese Tatsache hat jedoch keinerlei Einfluss auf meine Empfehlung. Ich schreibe nur über Spas, die mich überzeugt haben – ganz unabhängig davon, ob ich selbst dafür bezahlt habe oder eingeladen wurde. Was mich nicht überzeugt, taucht nirgendwo auf.