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Is there Tip included?

12/04/2013

Trinkgeld im SpaHeute soll es hier um ein Thema gehen, das in den vergangenen 1-2 Jahren immer bedeutungsloser zu werden scheint: Trinkgeld.

Jeder, der in einem Spa arbeitet, ist Dienstleister. Und in deutschen Spas wird man von ausländischen Gästen häufig gefragt „Is there tip included?“. Nun, was soll man da antworten? Dass die meisten angestellten Spa Therapists und Beauticians für 1000€ netto im Monat arbeiten und es nicht notwendig ist, bei einem Treatmentpreis von 120€ pro Stunde ein Trinkgeld mit auf den Guestcheck zu schreiben?

Ich weiss nicht genau, wann es angefangen hat (es dürfte so ungefähr 2 Jahre her sein), aber es gibt Tage, da gibt man 4 oder 5 große Treatments und verlässt das Spa ohne auch nur einen einzigen Cent Tip. Ich vermute, dass einem Kellner sowas nicht passiert und frage mich, woher diese zunehmend fehlende Wertschätzung für Dienstleister in Spas kommt.

Aus diesem Grund liegt es mir sehr am Herzen, hier und heute einfach mal folgenden Satz loszuwerden: Ein Trinkgeld von ca. 10% gilt als angemessen, sofern Ihr mit eurer Behandlung zufrieden wart.

In einem kleinen Café in Mitte klebt ein Zettelchen an einem Glas auf der Theke, auf dem steht „Tipping is not a town in China“. Dem habe ich nichts hinzuzufügen.

Jenny

6 Kommentare

Kommentar von Daniel Knappe am 12/04/2013 bei 13:28   

Ihr müsst euch einfach diesen erwartungsvollen Blick des Zimmer-Pagen (im Prinzip ja ein ähnliches Gewerk) anlegen. Dann klappt das auch wieder mit dem Tip. ;)

Kommentar von Z.T. am 12/04/2013 bei 17:13   

Man will ja auch in einem 5* Spa nicht unbedingt um den Tip betteln. Weder verbal noch durch Gestik oder Mimik. Genau so beim Verkauf will man dem Gast nichts Andrehen sondern ihn motivieren etwas zu kaufen. Dennoch freut man sich über den Tip und es motiviert einen. In manchen Einrichtungen wird man von dem Rezeptionisten oder von dem Therapeuten selbst (falls dieser auch die Kasse und Folgetermine selbst macht) auf der Rechnung auf die Zeile TIP freundlich hingewiesen mit dem Satz ''Tip is optional'' in anderen wird nichts gesagt, in wieder anderen Hat man eine Art Behälter mit den Jeweiligen Namen von dem Mitarbeiter. Man muss eben schauen wo man ist und was angebracht wäre. Aber ich finde es grundsätzlich nicht verkehrt den Gast wissen zu lassen dass Tip gern gesehen wird. :-)

Kommentar von AR am 13/04/2013 bei 16:04   

wobei ich es ja auch grenzwertig finde, wenn SPA's auf der einen Seite 120 Euro für eine Behandlung nehmen und dann dem Fachpersonal nicht mehr als 1000 Euro netto im Monat zahlen!

Kommentar von jenny am 14/04/2013 bei 09:36   

Das ist meiner Meinung nach sogar mehr als grenzwertig und war unter anderem auch einer der Gründe, diesen Blog zu launchen. Vor allem, weil die allgemein viel zu schlechte Bezahlung häufig dazu führt, dass ungelerntes Personal am Gast tätig ist. Ich habe dieses Problem in einem Artikel, den ich für Spa Camp geschrieben habe, auch schon mal thematisiert. Für alle, die es interessiert: http://www.spacamp.net/2013/02/das-perfekte-team-freelancer-angestellte/

Kommentar von Luna am 17/12/2013 bei 00:11   

"Tipping is not a town in China” Wie geil ist das denn? Das muss ich mir merken. Meine Lieben, ich bin froh diesen Block gefunden zu haben, weil ich gerade versucht habe bezüglich Tip im Massagebereich irgendetwas zu finden. Ich selbst arbeite seit Jahren in Festanstellung als Masseurin in einem namhaften 5*Hotel, das über ein eigenes SPA verfügt. Ich könnte Bücher darüber schreiben, was man da alles erlebt und vor allen, wen man erlebt. Meine absoluten "Favoriten" unter den Wellnessbesuchern sind die, die mit einem zerschlissenen Gutschein ankommen und denken, sie hätten außer der Massage auch die ganze Welt für sich gebucht und nicht einen Cent Tip aufschreiben. Sie haben die Massage schließlich auch geschenkt bekommen. Mein Know- how auch? Es erübrigt sich zu erwähnen, dass unser Gehalt von knappen 1000€ netto ein WITZ ist, wir aber sehr viel in unsere Aus und Fortbildungen investieren, unter enormen Standartdruck stehen und qualitativ hochwertige Arbeit abliefern. UND: ich gestalte die Preise nicht und zweitens scheint in dieser Branche Gehaltserhöhung, Inflationsanpassung, Bonus etc, auf taube Ohren zu stoßen. Nun zum Thema Tip: wird gerne auch als gut gemeinten Ratschlag missverstanden, manche Gäste bringen es fertig auf die Tipleiste einen Kommentar wie: war schön, komme gerne wieder, zu hinterlassen, ich hatte auch schon Blümchen draufgemalt bekommen. Also gut, ich will nicht klagen, das sind Ausnahmen, die aber leider immer häufiger auftreten. Armes Deutschland! Lieber Gast: wenn ich bei Starfriseur Tralala nach Monaten einen Termin bekomme, dann muss mir klar sein, dass das einen Preis hat und ich nicht ohne Cent den Service übergehen kann. Außer ich weiß, ich werde nie wieder den Laden betreten (können). Nun, wie gehe ich vor, um den Gast auf die freiwillige Zulage aufmerksam zu machen? Darf ich erwähnen, dass Tip nicht included ist? Versteht das der Deutsche? Habe ich das Recht ihm genau zu erklären, was auf der Resevierungsbestätigung aufgelistet ist? Einmal hatte ich das gemacht, bei einem Chinesen, der kaum Englisch sprach (für Asiaten ist Tip unüblich). Ich hatte eh nichts zu verlieren, dachte ich, er soll doch wissen, was er unterschreibt. Der Gute hatte einen grosszügigen Betrag aufgeschrieben. Ups! Nun, ich bin soweit, dass ich jedem genau erkläre, was das für ein Zettel ist, und warum er ihn unterschreibt. Ich zeige ihm auch die Tipleiste und erkläre, dass er, sofern er möchte dort das Trinkgeld aufschreiben kann. Klappt ganz gut. Aber bei den meisten muss man gar nichts sagen. Nun gibt es aber die, die unter dem Symptom: " Ach, jetzt hab ich keine Brille dabei" leiden und gleich im Anschluss nach deinen Namen fragen, weil sie so was tolles noch nie erlebt haben und unbedingt wieder kommen wollen. Tip 0€. Der andere schleicht sich schnell davon und legt den Stift auf die Tipleiste, damit man nicht gleich sehen kann, dass ihm auch 5€ zu viel sind. Tip 0€. Die Nullrunden, die wieder kommen und sich auf dich freuen, werden sich wundern, warum die Massage diesmal nicht sooooo toll, stark und intensiv war, wie das letzte Mal. Die war " nur" normal heute. Ich weiß, irgendwie ein Teufelskreis, aber Trinkgeld erhöht enorm den Spassfaktor und die freiwillige Mehrleistung des Therapeuten. Also, lieber Massagegast, der seinen Lieblingstherapeuten gefunden hat: soll er das für dich bleiben, dann belohne ihn für sein gutes Handwerk! Der kann das Geld reinvestieren und dich das nächste Mal aufs Neue überraschen. Ich sehe selbst, dass ich ein gern gesehener Gast bin, weil ich honoriere, sprich "ehre", was für mich extra gemacht wurde und wird. Ich werde schneller bedient, ich bekomme sofort einen Termin, ich bekomme ein gut gelauntes Gegenüber, ich freue mich. Für einen guten Gast komme ich auch an meinem freien Tag für ne Stunde in die Arbeit, damit er nicht eine Woche warten muss, dem organisiere ich auch den schönsten Behandlungsraum, und ich spreche jetzt nicht von der Höhe des Honorars, sondern von der Art der Honorierung an sich!!!

Kommentar von jenny am 17/12/2013 bei 08:26   

Ich glaube ja an Tipping Karma. Will heissen, ich achte selbst auch bei jeder Behandlung darauf, angemessen zu tippen - auch wenn ich eingeladen wurde und nichts für die Behandlung zahle. Ich habe ja selbst auch schon Journalisten behandelt, die nichts zahlen müssen. Da hab ich noch nie Tip gesehen. An den überraschten Gesichtern (egal ob beim Friseur oder im Spa) kann man aber ablesen, wie wenige Menschen außer mir dieses Tipping Karma-Prinzip praktizieren :/

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