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Ayurveda – Abhyanga

13/11/2012

AbhyangaHeute wird’s ölig: Abhyanga, die am häufigsten angebotene und gebuchte ayurvedische Anwendung in unseren Spas. „Sanftes Einölen“.

In Indien und Sri Lanka wird die Abhyanga meist 4-händig in Form einer Synchronmassage ausgeführt. In unseren Spas gibt’s das auch, allerdings muss man schon länger suchen bis man ein Therapeutenpaar gefunden hat, das wirklich synchron arbeitet.

Ich habe die Abhyanga, den Ablauf betreffend, so gelernt, dass an den Extremitäten (sprich: Oberarm, Unterarm, Handrücken usw.)  je 21 mal mit Impuls vom Körper weg ausgetrichen wird und auf den dazwischenliegenden Gelenken (Schulter, Ellenbogen, Handgelenk) 14 mal gekreist, ebenfalls mit Impuls. Dieser Impuls dient der Entgiftung bzw. Entschlackung. Aus diesem Grund wird bei einer Abhyanga (im Gegensatz zur Garshana) auch immer vom Körper weg gearbeitet. Die Streichungen und Kreisungen erfolgen rhythmisch.

Klassischerweise wird dazu Sesamöl benutzt, durchschnittlich ungefähr ein Viertel Liter pro Abhyanga. Wenn man eine Abhyanga alleine ausführt, also 2-händig, sollte man dafür 90 Minuten Zeit haben. Alles andere wird hektisch und zwingt den Behandler, den Ablauf an verschiedenen Stellen zu kürzen. Darauf solltet ihr bei der Buchung immer achten!

Eine Abhyanga reduziert Vata. Sie eignet sich also besonders gut für Menschen mit Vata-Konstitution oder für solche, bei denen Vata erhöht ist. Das ist beispielsweise der Fall bei: Unruhe, Nervosität, Zappeligkeit, Schlafstörungen, Angst, Sorge, Unsicherheit, Liebeskummer, Ortsveränderungen, Trauer, Trockenheit, unregelmäßiger Verdauung (Verstopfung, Blähungen) und vor allem im Herbst.

Eine Abhyanga wirkt erdend und nährt den Körper. In den alten ayurvedischen Schriften wird eine tägliche Abhyanga zur Gesunderhaltung empfohlen. Bei einer Ayurveda-Kur wird sie auch nahezu täglich ausgeführt und bildet so ohne Frage mehr oder weniger die Basis, auf der alle anderen Behandlungen aufbauen.

Eine Abhyanga beginnt -sofern man genug Zeit hat- normalerweise im Sitzen mit dem Kopf. Diese ayurvedsiche Kopf- und Gesichtsmassage heisst „Mukabhyanga“ und kann manchmal auch einzeln gebucht werden.

Hinter dem Begriff „Padabhyanga“ versteckt sich eine ayurvedische Fußmassage.

Bei Menschen mit Pitta-Konstitution wird oft auch Kokosöl benutzt, weil es kühlend wirkt und dadurch Pitta reguliert. Bei einem Übermaß an Kapha würde ich persönlich immer von einer Abhyanga als reines Spa-Treatment abraten. Damit tut man sich keinen Gefallen. Wenn jemand mit Kapha-Konstitution trotzdem auf eine Abhyanga besteht,  achte ich darauf, so wenig Öl wie möglich zu benutzen. An diesem Punkt wird es einfach schwierig, weil eine therapeutische Anwendung als „Wellness-Treatment“ verkauft wurde, die eigentlich nicht zum Dosha passt.

Abschliessend bleibt zu sagen: Man sollte sich auf viel Öl einstellen, auch in den Haaren und im Gesicht. Man sollte wissen, dass auch die Vorderseite des Oberkörpers mitbehandelt wird. Man sollte sich zumindest ansatzweise in der Beschreibung des Vata-Typs wieder finden oder zumindest einige der oben aufgezählten Symptome aufweisen. Und man sollte keine Knetungen der Muskulatur, wie das zum Beispiel bei einer schwedischen Massage der Fall ist, erwarten. Hier geht es nicht vorrangig um Muskellockerung.

Falls ihr eine Abhyanga bucht, bringt ein bisschen Zeit zum Nachruhen mit, in der das Öl noch auf der Haut verbleiben kann. Beim Duschen würde ich immer empfehlen, kein Duschgel zu benutzen, sondern nur Wasser und die Haut im Anschluss abzutupfen. Die Haare sollten nach zwei mal Shampoonieren wieder ölfrei sein.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Jenny

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