Rebalancing

RebalancingHeute möchte ich über Rebalancing schreiben. Vorab ist mir hierbei allerdings wichtig, euch folgendes zu erklären:

Rebalancing gehört (wie Tuina, Shiatsu oder Thai) zu den Techniken, die ich selbst nie gelernt habe. Über solche Techniken zu schreiben, stellt für mich eine größere Herausforderung dar, weil ich nicht einfach einen oberflächlichen Text runterleiern möchte, den man genauso gut bei Wikipedia hätte nachlesen können. Aus diesem Grund habe ich beschlossen, in diesen Fällen jeweils eine kompetente Person mit hinzuzuziehen, die mir tiefere Einblicke geben kann, damit ich euch letztenendes einen fachlich fundierten Post liefern kann.

Im Fall von Rebalancing handelt es sich dabei um die großartige Josephine Belke, die mich selbst behandelt und mir ganz viel erklärt hat.

Rebalancing geht zurück auf Osho. Es entwickelte sich in den 70-er Jahren in seinem Ashram. Das sollte jetzt allerdings kein Grund sein, zusammenzuzucken, denn es hat sich heute vielerorts weiterentwickelt und von diesen Ursprüngen gelöst. Beim Rebalancing handelt es sich um eine tiefe, einfühlsame Bindegewebsmassage. Langsames Arbeiten an den Muskelfaszien in Kombination mit Atemarbeit. Es handelt sich um achtsame Berührung, die einen wieder zurück zur eigenen Mitte (re-balancing , also zurück in die Balance) bringen und stärken soll. Die sogenannten „Strokes“ (tiefe Bindegewebsstrichführungen) wechseln sich dabei ab mit Gelenkmobilisationen (passives Bewegen).

Rebalancing basiert auf einem System aus 10 Sitzungen, die aufeinander aufbauen (was jedoch keineswegs bedeutet, dass eine einzelne Sitzung keinen Sinn macht). Dabei wird nicht zwangsläufig zuerst dort gearbeitet, wo das Symptom sich bemerkbar macht. Zum Rebalancing zieht man sich aus bis auf die Unterwäsche. Der Behandler arbeitet mit ein wenig Lotion.

Rebelancing ist kein typisches „Wellness-Treatment“, bei dem man 90 Minuten passiv rumliegt und sich entspannt. Es tut ohne Frage zwischendurch auch mal weh, allerdings wird der Druck immer so angepasst, dass es in Kombination mit tiefer Atmung gut auszuhalten ist. Man muss zwischendurch auch immer mal wieder aufstehen, um zu fühlen, was sich verändert hat. Ich habe sowohl vor, als auch nach der Behandlung beschrieben, wie mein Stand sich anfühlt und der Vorher-Nachher-Effekt war verblüffend.

Wer auf Tiefengewebsarbeit steht, liegt hier also genau richtig. Ich fühlte mich nach der Behandlung wacher, stabiler und präsenter. Und ja, es fühlte sich irgendwie auch „zurechtgerückter“ an.

Nachdem ihr das jetzt gelesen habt, könnte ich gut verstehen, wenn ihr Josephine so schnell wie möglich buchen wollt, um das selbst auszuprobieren. Allerdings wird sie in unmittelbarer Zukunft damit beschäftigt sein, ein Baby zu bekommen, dem sie dann auch erstmal ihre volle Aufmerksamkeit schenken wird. Die Nummer mit den 10 Sitzungen haut also nicht mehr hin. Allerdings wird sie im Anschluß wieder auftauchen als Sternchen am Rebalancing-Himmel. I’ll keep you updated!

Jenny

Ich wurde von Josephine eingeladen. Diese Tatsache hat jedoch keinerlei Einfluss auf meine Empfehlung. Ich schreibe nur über Spas, die mich überzeugt haben – ganz unabhängig davon, ob ich selbst dafür bezahlt habe oder eingeladen wurde. Was mich nicht überzeugt, taucht nirgendwo auf.